Darf man über seinen Hund SO schreiben?


Darf man eigentlich über einen Hund wie Bruno schreiben?
Darf man sich, vor allem angesichts seiner wirklich bedauerlichen Vorgeschichte, über ihn lustig machen? Oder gehört sich das nicht?
Weil man eventuell sich nicht öffentlich darüber auslassen sollte, dass man seinem Hund nahezu täglich androht, dass er „heute aber wirklich“ in die Wurst kommt? Oder ihm regelmäßig am Wochenende erklärt, dass er aus rein erzieherischen Gründen „Tiere suchen ein Zuhause“ gucken muss… was zur Konsequenz hat, dass meine Hunde inzwischen auf das Wort WDR besser hören als auf „AUS“ oder „PFUI“.

Ich sage „DOCH“, das darf man. Natürlich darf man das!
Es ist völlig überflüssig zu erwähnen, dass ich im Hinterkopf auch immer die Mahnung habe „Augen auf beim Welpenkauf“.
Aber nicht nur darum geht es. Nein, man darf sich über das Kerlchen lustig machen. Also ich darf das!
Er IST lustig! Auch wenn das nicht jeder nachvollziehen kann und ich hin und wieder wirklich merkwürdige Blicke ernte, sobald ich das nur sage.

Wenn sich einschlägige Boulevardblättchen ausgesprochen langatmig mit dem Zittern unserer Kanzlerin und den Depressionen Willy Brandts (die Cholesterinwerte von Helmut Kohl erwähne ich vorsichtshalber mal gar nicht!) beschäftigen dürfen, werde ich ja wohl noch über die Kötzerchen und Bockigkeiten von Herrn Terrier schreiben dürfen.
Mir ist klar, dass so mancher das kaum nachvollziehen kann. Aber es ist tatsächlich so: sein Verhalten löst bei mir - trotz allem - geradezu täglich ähnliche Lacher aus wie bei den Funktionären der FIFA das Wort Ethik.
Mir ist bewusst, dass viele Menschen in ihm nur den schwierigen, nicht gesellschaftsfähigen Hund sehen. Die nur bemerken, dass Brunos Feindbilder ähnlich differenziert sind wie das Afrikabild von Clemens Tönnies. Oder die nur sehen wollen, dass er tierarzt- und apothekentechnisch gesehen ein finanzielles Volldesaster ist. Ja, all das trifft durchaus zu. Aber ich betone nochmal: er ist auch lustig. Megalustig sogar.
Wenn man seinen Humor teilt. Seinen zugegebenermaßen etwas grenzwertigen Humor.
Und das tue ich! Er und ich, wir haben uns „eingerichtet“. Meine Mutter pflegt zu sagen „er ist ja wie er ist“… und genau das ist der Punkt. Natürlich bin ich über sein Verhalten manchmal ähnlich erstaunt wie über die Tatsache, dass Klima-Greta mit dem Boot den Atlantik überquert hat anstatt, wie man ja manchmal vermuten könnte bei all dem Hype um ihre Person, über das Wasser zu laufen. Aber es ist doch nicht so, dass der Terriator immer nur Schrecken verbreitet. Bei so mancher Reaktion meiner Gegenüber könnte man glauben, dass die ARD heute Abend einen Brennpunkt sendet über das Verhalten von Bruno.
Ich muss da immer lächeln. Und an meinen kleinen Spinner denken. Unfassbar lustig. Unfassbar schlau und trickreich. Ja, ein kleiner Satan… aber ein lustiger!
Ich lache nicht wirklich über ihn. Meistens eher mit ihm.
Oft aber über mich. Über mich, wie mich diese kleine Trethupe (und das waren früher alle Hunde für mich, die nicht „Dobermann“ im Pass stehen hatten) manipuliert, dirigiert und vor allem für sich eingenommen hat!

 Herzenshund!

 PS: ich bin mir sicher, er würde mir die Erlaubnis geben, über ihn zu schreiben! Aber ich frage ihn vorsichtshalber mal nicht